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Liebe Mitglieder des Berlin Brandenburger Vereins homöopathischer Ärzte,

die Wahl zur 16. Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin findet vom 6. September bis zum 4. Oktober 2022 als Briefwahl statt. Dieses Gremium ist das demokratische Organ der kassenärztlichen Selbstverwaltung. Nutzen Sie also unbedingt Ihre Möglichkeit zur Mitbestimmung! In einem lesenswerten Interview lässt uns unsere Kollegin Christiane Allmenröder etwas hinter die Kulissen dieser Institution schauen, da Sie in der letzten Periode unsere Interessen dort vertreten hat. Es wird dabei klar, dass außer unseren Interessen insbesondere die hausärztlichen Belange in diesem Organ weiter gestärkt werden müssen. Leider wird Frau Allmenröder nicht mehr als Kandidatin für die nächste Amtsperiode antreten. Wir bedanken uns ganz herzlich bei ihr für die hervorragende Arbeit, die Sie geleistet hat. Ihre begonnen Arbeit und die Kontakte, die insbesondere auch zur Liste 3 entstanden sind, werden wir in ihrem Sinne und mit ihrer Unterstützung und Vermittlung weiterführen und pflegen.
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Die Delegierten der Ärztekammer Baden-Württemberg haben Ende Juli für das Aus der Weiterbildung Homöopathie gestimmt. Der Minister für Soziales, Gesundheit und Integration von Baden-Württemberg, Manne Lucha (Bündnis90/Die Grünen), muss diese Entscheidungen der Kammer nach formalen Gesichtspunkten noch genehmigen und er hat angekündigt, sehr genau hinzuschauen. Er ist noch einen Schritt weiter gegangen und hat sich öffentlich für Homöopathie ausgesprochen. Um Manne Lucha zu unterstützen, hat sich auch die Grüne BaWü-Landesvorsitzende Lena Schwelling Pro-Homöopathie geäußert - damit war die Homöopathie Debatte innerhalb der Grünen wieder eröffnet. Die Berliner Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Bündnis90/Die Grünen) hat sich am 2. September im SPIEGEL deutlich gegen Homöopathie ausgesprochen: "Berlin hat die Homöopathie aus der Weiter­bildung für Ärztinnen und Ärzte herausgenommen. Das war eine richtige Entscheidung" - und weiter: "Basis für die Gesundheitsversorgung ist die Wissenschaft. Und Homöopathie ist nachweislich nicht wissenschaftlich."
In Baden-Württemberg hat die Öffentlichkeit bis zum 5. September Zeit, zu der Kammer-Entscheidung Stellung zu beziehen. Viele Kolleg:innen und der LV BaWü haben diese Möglichkeit genutzt, auch der BPH. Auf der DZVhÄ Webseite gibt es eine Übersicht der Homöopathie-Berichterstattung, zusammengefasst im Newsticker.
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Am 31. August fand unsere Homöopathie im Dialog (HiD) Hybrid-Veranstaltung zsammen mit den Kolleg:innen vom Bundesverband Psychosomatische Medizin und ärztliche Psychotherapie statt. Es diskutierten Christian Messer, Facharzt für Psychosomatische Medizin, Psychotherapie, Psychoanalyse; Daniel Misch, Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie, Onkologie und Michael Frass, Facharzt für Innere Medizin, Internistische Intensivmedizin. Wir hörten spannende Vorträge über neue Entwicklungen in der Onkologie und die Möglichkeiten der Homöopathie, hier begleitend eingesetzt zu werden.
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Die nächste HiD Veranstaltung findet bereits am 16. September im BVhÄ statt. Dr. Roland Magerstädt leitet die Geriatrie des Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe und spricht über die Anthroposophische Arzneitherapie in der Geriatrie. Ein Thema sind die Möglichkeiten und Grenzen einer integrativen, anthroposophischen Arzneitherapie bei multimorbiden Patienten. Alle Informationen zu der Veranstaltung lesen Sie hier.
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Ein neuer Berliner Dreijahres-Kurs Homöopathie hat mit acht Teilnehmenden begonnen. Er schließt mit der Zusatzbezeichnung Homöopathie der Ärztekammer oder dem DZVhÄ-Diplom ab. Der Kurs findet als Video-Seminar statt und kann jetzt noch gebucht werden.
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Wir setzen unsere Reihe Hahnemann des Monats mit dem Organon Paragraph 54, Anmerkung 1, in diesem Newsletter ein wenig weiter unten fort.

Herzliche Grüße von Ihrem BVhÄ Vorstand,
Otto Ziehaus (2. Vorsitzender), Ursula Dohms (1. Vorsitzende) und Elisa Jost-Bijlsma (Schatzmeisterin)

bvhä vs 4.22
Organon Paragraph 54, Anmerkung 1: „Man möchte gern ein dritte Anwendung der Arzneien gegen Krankheit durch Isopathie, wie man sie nennt, erschaffen, nämlich mit gleichem Miasm eine gleiche vorhandne Krankheit heilen. Aber, gesetzt auch, man vermöchte dieß, so würde, da sie das Miasm nur hoch potenzirt, und folglich, verändert dem Kranken reicht, sie dennoch nur durch ein, dem Simillimo entgegen gesetztes Simillimum die Heilung bewirken…“
Kommentar zum Hahnemann Zitat von Dr. Otto Ziehaus:
Hahnemann definiert hier die Isopathie: Er versteht unter Isopathie die Gabe des gleichen Miasmas, d.h. des gleichen, also unveränderten, Krankheitsstoffes, um die gegebene (gleiche) Krankheit zu behandeln. Ein Beispiel für Isopathie wäre also, die Gabe von lebendigen, unveränderten Bakterien, um die gleiche bakterielle Infektion zu behandeln. Offensichtlich kann das die Krankheit nur verschlechtern, wie Hahnemann später in dieser Anmerkung sagt: “…. Es erfolgt nichts davon als Unheil und Verschlimmerung der Krankheit!“ Im derzeitigen Behandlungsrepertoire der Medizin allgemein könnte man am ehesten die Desensibilisierungsbehandlung bei Allergien als Isopathie bezeichnen.
Jede Arznei, die potenziert ist, kann nur ähnlich sein, da sie in veränderter Form gegeben wird. Es ist dann das Simillimum, das der ähnlichen Krankheit (Simillimo) entgegengesetzt wird, sofern es eine Besserung bewirkt.
Der Gebrauch des Wortes Isopathie heutzutage entspricht also nicht der Definition Hahnemann´s. Wir verstehen unter der isopathischen Anwendung einer potenzierten Arznei, dass der Ausgangsstoff für potenzierte Arznei die Beschwerden auslöst, die man behandeln möchte. Nach Hahnemann kann dies aber nur homöopathisch sein, da wir es mit der veränderten Ausgangssubstanz zu tun haben, der potenzierten Arznei, die dann Besserung bewirken soll.

Termine

10. + 11. September 2022: Zoom-Veranstaltung: Atemwegserkrankungen und Chronisches Fatigue Syndrom mit Dr. Resie Moonen

Alle Termine entnehmen Sie bitte dem BVhÄ-Veranstaltungskalender.

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