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Liebe Mitglieder des Berlin Brandenburger Vereins homöopathischer Ärzte,

wir haben einen goldenen Herbst und sollten in diesen Tagen noch viel Sonne tanken - doch schauen wir durch unsere berufspolitische Brille, erleben wir eine eher stürmische Großwetterlage. Die Homöopathie-Kritik ist nun in Parteien und Ärztekammern angekommen, die Zusatzbezeichnung Homöopathie wird ab nächstem Jahr in Bremen und Sachsen-Anhalt nicht mehr angeboten und Teile von FDP, SPD und Grüne denken über ein Ende der Homöopathie im Gesundheitssystem nach. Ja, da kann es einen frösteln, wenn man die Anträge liest. Da sie alle der gleichen Argumentation folgen, und sich auch sehr ähnlich lesen, drängt sich der Gedanke nach den geistigen Urhebern auf. Ihr Hauptargument: Es gebe keine Studien, die die Wirksamkeit der Homöopathie belegen. Gibt es sie wirklich nicht? Beim diesjährigen WissHom Kongress ICE 19 vom 21.-23. November in Köthen geht`s nur um Homöopathie-Forschung. Also hinfahren, viel erfahren und dann in Zukunft mit diskutieren, wenn es mal wieder heißt, es gebe keine Studie, die.....
Und zum Schluß noch den Hinweis, da wir viel zu berichten haben, gibt es den BVhÄ-Newsletter nun monatlich.

Mit herzlichen Grüßen, Ihr BVhÄ Vorstand
Elisa Jost-Bijlsma, Ursula Dohms und Brigitte Krémer
Vorstand BVhÄ 18.4.19

Berliner SPD stimmt gegen Homöopathie

Auf ihrem Landesparteitag am 26. September hat sich die Berliner SPD gegen die Homöopathie ausgesprochen. In dem Beschluss heißt es u.a.: "Wir fordern die Mitglieder des Bundestages und der Bundesregierung auf, bei den Verwaltungsräten der Krankenkassen darauf hinzuwirken, die Kostenerstattung von homöopathischen Behandlungen sowie von sog. homöopathischen Arzneimitteln durch die gesetzlichen Krankenkassen abzuschaffen." Der Antrag wurde nicht im Plenum diskutiert, sondern en bloc mit vielen Anträgen abgestimmt, dies bestätigte uns die Pressestelle der SPD Berlin. Der Antrag der SPD-Pankow möchte die Homöopathie aus dem Gesundheitssystem verbannen, nun wird sich auch der SPD-Bundesparteitag Anfang Dezember mit dem Thema beschäftigen. Parteiübergreifend wird Front gegen die Homöopathie gemacht. Der BVhÄ hat sich in die Debatte eingemischt und den Genossen in den Berliner Bezirken einen offenen Brief geschrieben, der seinen Weg bis in die Fachpresse fand.
SPD gegen Homöopathie

Wie steht`s um die Zusatzbezeichnung Homöopathie in Berlin und Brandenburg?

Die Ärztekammern Bremen und Sachsen-Anhalt haben die Zusatzbezeichnung Homöopathie ab Mitte 2020 gestrichen. Prüfungen werden nicht mehr abgenommen, Fortbildungspunkte nicht mehr gegeben, die ärztliche Homöopathie wird in diesen Ländern nach und nach zur sehr exclusiven Methode. Eine gute Nachricht aus Westfalen-Lippe, dort hat die Ärztekammer die Weiterbildungsordnung so übernommen, wie der Deutsche Ärztetag sie im Mai 2018 in Weimar beschlossen hat - inklusive Homöopathie. Damit es in diesem Sinne weiter geht, wird nun bundesweit intensiv daran gearbeitet. So auch in Berlin und Brandenburg. Martin Kiesel, Facharzt für Allgemeinmedizin, vertritt den BVhÄ in der Berliner Ärztekammer. Bereits seit etwa 20 Jahren ist der Verein dort sehr aktiv. Martin Kiesel erzählt im Interview, dass er sich einmal im Monat mit Kollegen aus anderen Fachgebieten in der Kammer trifft und sich dort für eine fundierte homöopathische Weiterbildung einsetzt. "In dem Gremium herrscht der Homöopathie gegenüber eine sehr kollegiale und offene Stimmung", sagt Kiesel. Weitere Gespräche auf verschiedenen Kammer-Ebenen finden statt, ein Beitrag für die Zeitschrift der Kammer ist von der BVhÄ PR-Gruppe verfasst worden, der auch im BVhÄ-Blog veröffentlicht wird. Und Brandenburg? Hier blockt die Ärztekammer jeden Versuch der Kontaktaufnahme noch konsequent ab.
Martin Kieseel, Allgemeinarzt, Homöopathie - Berlin

Stimmen die Grünen gegen Homöopathie?

Ein junger Berliner Grüner aus dem Kreisverband Treptow-Köpenik löste mit seinem Anti-Homöopathie Antrag an die Bundesdelegiertenkonferenz (BDK) von Bündnis90/Die Grünen, die Mitte November stattfindet, eine Diskussion aus, die die Partei vor eine Zerreißprobe stellt. Tim Demisch, 18 Jahre alt, hat seinen Antrag mit Hilfe der organisierten Skeptiker verfasst, berichtet er freimütig in einem Interview. Inzwischen wird die Diskussion bundesweit in Medien diskutiert und angeheizt. Auf diesen ersten Antrag folgten Pro-Homöopathie Anträge - zum Beispiel von dem homöopathischen Arzt Yatin Shah, Änderungsanträge und verschärfte Anti-Homöopathie Anträge. Der Versuch des Grünen-Bundesvorstands, die Diskussion aus der BDK heraus und in eine Fachtagung hineinzunehmen, scheiterte bis jetzt an den Gegnern.
Werden auch Sie aktiv!
Es lohnt sich aktiv zu werden und einem der 12 Berliner Kreisverbänden einen Besuch abzustatten oder einen Brief zu schreiben - machen Sie mit! Und wenn Sie noch ein paar Argumente brauchen, der BVhÄ hat eine Stellungnahme zum ersten Anti-Homöopathie Antrag geschrieben und sie breit innerhalb der Berliner und Brandenburger Grünen gestreut.
Fakten zur Homöopathie

Wie der Bundesverband Patienten für Homöopathie in Berlin und Brandenburg unterstützt werden kann

Seit Mitte letzten Jahres ist der BPH wieder in der Öffentlichkeit aktiv, er mischt sich in die aktuelle Gesundheitspolitik ein, informiert Politiker und die Öffentlichkeit über Homöopathie. Auf seiner Webseite hat der BPH einen Blog, auf dem sehr zeitnah über aktuelle Entwicklungen aber auch über viele Hintergründe berichtet wird, auf Twitter und Facebook wird dies täglich begleitet. Nun werden regionale BPH-Gruppen in ganz Deutschland gegründet, um vorort Veranstaltungen durchzuführen, ansprechbar und sichtbar zu sein. Die Gruppen werden von Patient*innen, zertifizierten Heilpraktikern und Ärzt*innen mit Zusatzbezeichnung Homöopathie gegründet und vom BPH bei Veranstaltungen und lokaler Pressearbeit unterstützt. In Berlin gibt es in Wilmersdorf bereits die erste Gruppe, gegründet von Dr. Brigitte Jauch-Wimmer, die auch als ärztliche Beraterin für den BPH aktiv ist. Der BPH bittet Sie in Berlin und Brandenburg:
  • Verteilen Sie an Ihre Patienten den BPH Flyer, damit eine starke Patientenvertretung entsteht.
  • Gründen Sie eine Homöopathie-Gruppe und unterstützen so die Basisarbeit vorort.
Kontakt per Mail info@bph-online.de oder telefonisch 0170 9917649 - Informationen: www.bph-online.de
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Termine
  • Salze in der Homöopathie – ihr Nutzen in der Behandlung chronisch-konstitutioneller Erkrankungen, Dr. Ernst Trebin, 2.- 3. November in der BVhÄ-Geschäftsstelle
  • Homöopathie Schnupperkurs, Teil 2, Einführung in die Homöopathie / Grundlagen der Homöopathie, 8.-10. November in der BVhÄ-Geschäftsstelle
  • DZVhÄ-Delegiertenversammlung II, 23.-24. November in Köthen
Kongresse
  • Homöopathie Kongress der Zeitschrift Homöopathie Konkret, 2.-3. November, Ottobrunn / München. Unter anderem mit Thomas Quak, Annika Breininger, Sigrid Kruse, Michael Frass...
  • ICE 19, WissHom Kongress in Köthen, 21.-23. November: Homöopathische Forschung – was nützt sie Mensch und Tier? Unter anderem mit: Klaus von Ammon, Stefan Baumgartner, Jens Behnke, Michael Teut, Alexander Tournier....
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