|
|
|
|
|
Editorial
Gemeinsam weitergehen- ärztliche Homöopathie in bewegten Zeiten
|
|
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
|
|
die vergangenen Monate haben uns als ärztliche Gemeinschaft besonders gefordert. Die gesundheitspolitischen Entscheidungen zur Zukunft der Homöopathie in der gesetzlichen Krankenversicherung haben viele von uns bewegt und beschäftigt.
|
|
Gleichzeitig haben diese Monate auch etwas Wichtiges gezeigt: Wie groß die Verbundenheit innerhalb unserer Gemeinschaft ist und wie wiele Menschen sich mit Engagement, Sachlichkeit und persönlichem Einsatz für eine vielfältige Medizin einsetzen.
|
|
Dieses Journal gibt Einblick in die Aktivitäten unseres Vereins: in unsere Fortbildungen, die Delegiertenversammlung des DZVhÄ, unsere politischen Aktionen und die Begegnungen innerhalb des BVhÄ.
|
|
Gerade in bewegten Zeiten sind persönliche Begegnungen und fachlicher Austausch besonders wertvoll. Unser Verein lebt von Menschen, die sich einbringen, Wissen teilen und miteinander im Gespräch bleiben.
|
|
Wir möchten mit dieser Ausgabe einladen, zurück zu blicken, nach vorne zu schauen und sich weiterhin aktiv an unserem Vereinsleben zu beteiligen.
|
Unser herzlicher Dank gilt allen Referentinnen und Referenten, Autorinnen und Autoren sowie allen Mitgliedern, die mit ihrem Engagement unseren Verein tragen.
|
|
Mit herzlichen kollegialen Grüßen
|
Vorstand des Berliner Vereins homöopathischer Ärzte e.V.
|
|
Ihre Tipps, Anregungen, Kritik und Vorschläge erreichen uns gerne unter:
|
|
|
|
Aus dem Inhalt:
|
• Delegiertenversammlung des DZVhÄ in Köthen
|
|
• Gesundheitspolitik- BVhÄ und GKV-Reform
|
• Dies und Das aus dem Sekretariat
|
|
|
|
Seminar-Rückblicke
|
Männermedizin- ein Wochenende voller Erfahrungen, Austausch und neuer Impulse
|
|
Unser Seminar "Männermedizin" mit Dr. med. Anton Koch am 09. und 10.Mai 2026 vermittelte fundiertes Wissen.
|
|
Gerade in einer Zeit, in der unsere Homöopathie immer wieder in Frage gestellt wird und wir Gegenwind von vielen Seiten erleben, gewinnen die persönlichen Begegnungen zwischen Dozenten und Kursteilnehmern eine besondere Bedeutung. Sie erinnern uns daran, dass wir nicht allein arbeiten, sondern Teil einer lebendigen ärztlichen Gemeinschaft sind, die sich gegenseitig unterstützt, voneinander lernt und dieselbe Überzeugung teilt.
|
|
|
|
|
|
Dr. med. Anton Koch nahm uns mit auf eine Reise durch die Männermedizin, die weit über einzelne Krankheitsbilder hinausging. Sein Leitgedanke " Wir sind die Fachärzte für chronische Krankheiten " zog sich wie ein roter Faden durch das gesamte Wochenende. Immer wieder machte er deutlich, dass wir chronische Erkrankungen nicht isoliert betrachten dürfen, sondern den Menschen als Ganzes sehen müssen - mit seiner Geschichte seiner Lebensführung und seinen individuellen Heilungs-möglichkeiten.
|
|
Zum Einstieg beschäftigten wir uns mit der begleitenden homöopathischen Behandlung chronischer Erkrankungen und der Miasmentheorie. Es wurde deutlich, wie wichtig ein tiefes Verständnis der Krankheitsentwicklung für eine langfristig erfolgreiche Behandlung ist. Der Behandlungsbeginn erfolgt immer im tiefsten Miasma - von Syphilinie zu Sykose zu Tuberkulinie zu Psora. Carcinogenie enthält Sykose und Syphilinie.
|
|
Gleichzeitig erinnerte uns Dr. Koch daran, dass Heilung nicht allein durch Arzneien geschieht. Ordnungstherapie, Ernährung, Bewegung und eine gesundheitsfördernde Lebensweise gehören selbstverständlich dazu und sind Ausdruck einer Medizin, die den Menschen in seiner Gesamtheit ernst nimmt. Besonders bereichernd waren die Fallbeispiele aus seiner langjährigen hausärztlichen Tätigkeit. Ebenso wichtig waren seine differentialdiagnostischen Gegenüberstellungen der verschiedenen Mittel.
|
Als Beispiel dient folgende Tabelle - basierend auf meinen Kursnotizen - mit der Gegenüberstellung von Carcinosinum und Scirrhinum bei Prostata CA. Beiden Mitteln sind bei Männern Leistungszwang, Durchhaltedruck, Unterdrückung von Emotionen zu eigen; dennoch unterscheiden sie sich auf charakteristische Art und Weise:
|
|
Carcinosinum (Nosode aus diversen Tumorarten, siehe https://remedia-homoeopathie.de/homoeopathie/lexikon/carcinosinum-58t-inhaltsstoffe/)
|
|
|
|
|
|
Mehr „Prostatamittel“, mehr Männermittel
|
|
|
Überanpassung und Perfektionismus
|
|
|
Schwerpunkt Verhärtung, Sklerose, Starrheit; Leitthema Unterdrückung und innere Verhärtung
|
|
|
Krebs als passiver Suizid „ich will nicht mehr“ stilles innerliches Ausbrennen
|
|
|
|
Spirituelle Botschaft „ich darf leben, nicht nur leisten“ „ich darf Grenzen setzen“ Grenzen sind keine Mauern
|
|
|
Heilung beginnt mit Öffnung statt Erstarren
|
|
|
Ist bei Geben und Nehmen ins Ungleichgewicht geraten
|
|
|
„Liebe wird durch Leistung verdient“ Selbstschutz durch Härte
|
|
|
Ziel: in die innere Klarheit gehen, was ich will und was nicht
|
|
|
Ziel: Emotionen ins Fließen bringen
|
|
|
|
|
Altert vor, degenerative Prozesse
|
|
|
|
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Begleitung von Patienten mit Blasen- und Prostatakarzinomen. Dr. Koch zeigte eindrucksvoll auf, welche Möglichkeiten eine verantwortungsvolle begleitende homöopathische Behandlung bietet und welche Rolle Prävention in der täglichen Praxis spielt.
|
|
Der Sonntag widmete sich einem Thema, das in der ärztlichen Praxis zwar häufig vorkommt, aber oft mit Zurückhaltung besprochen wird. Sexualität und Sexual-störungen.
|
|
Erektionsstörungen, Induratio penis plastica (IPP) und Fragen einer erfüllten Sexualität wurden offen, fachlich fundiert und mit großem Respekt behandelt. Auch hier zeigte sich, wie wertvoll es ist, Erfahrungen in einem vertrauensvollen Kollegenkreis austauschen zu können.
|
|
Als Vorstand freuen wir uns über jedes Seminar, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch unsere Gemeinschaft stärkt. Fachliche Weiterbildung ist wichtig - ebenso wichtig ist jedoch der persönliche Austausch, das gegenseitige Zuhören und das Wissen, dass wir unsere Überzeugung für eine patientenzentrierte, ganzheitliche Medizin gemeinsam tragen.
|
|
Ich danke Dr. med. Anton Koch herzlich für seine große fachliche Kompetenz, seine Offenheit und die Bereitschaft, seinen reichen Erfahrungsschatz mit uns zu teilen. Mein Dank gilt ebenso allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die mit ihren Fragen, ihren Diskussionsbeiträgen und ihrer wertschätzenden Atmosphäre dieses Wochenende zu einer besonderen Veranstaltung gemacht haben.
|
Ich freue mich schon jetzt auf unsere nächsten Begegnungen - denn gerade in bewegten Zeiten sind es diese gemeinsamen Fortbildungen, die unsere fachliche Arbeit bereichern und unseren Zusammenhalt stärken.
|
|
1.Vorsitzende des Berliner Vereins homöopathischer Ärzte e.V.
|
|
|
|
|
Vortrag Neues aus der Augenheilkunde
|
|
Dr. med. Andrea Lietz-Partzsch
|
|
|
|
Bild : Dr. med. Andrea Lietz-Partzsch (Quelle privat)
|
|
|
Mit unserer 30. Veranstaltung der Reihe „Homöopathie im Dialog“ durften wir am 27. März 2026 einen besonderen Fortbildungsabend erleben.
|
|
Unter dem Titel „Neues aus der Augenheilkunde – wichtige Krankheitsbilder sowie ihre Behandlungsmöglichkeiten“ begrüßten wir Dr. med. Andrea Lietz-Partzsch, die uns mit großer fachlicher Kompetenz und langjähriger praktischer Erfahrung durch die Welt der Augenheilkunde führte.
|
|
Dass der Seminarraum bis auf den letzten Platz gefüllt war, hat uns besonders gefreut. Rund 20 Kolleginnen und Kollegen waren der Einladung gefolgt, um ihre Kenntnisse aufzufrischen und sich über aktuelle Entwicklungen in der Augenheilkunde zu informieren. Erstmals war unsere Veranstaltung auch über den Hartmannbund, Landesverband Berlin, ausgeschrieben worden. Dies führte erfreulicherweise dazu, dass wir neben unseren Vereinsmitgliedern auch weitere ärztliche Kolleginnen und Kollegen begrüßen konnten. Für mich war dies ein schönes Zeichen dafür, dass der fachliche Austausch über Verbandsgrenzen hinweg möglich ist und von vielen geschätzt wird. Umso mehr freut es mich, dass Dr. Andrea Lietz-Partzsch und ich beide dem Vorstand des Hartmannbundes, Landesverband Berlin, angehören und wir diese gute Zusammenarbeit auch auf diese Weise sichtbar machen konnten.
|
|
Die Augenheilkunde gilt vielen Ärztinnen und Ärzten als ein Fachgebiet, das aufgrund seiner speziellen Untersuchungsmethoden und diagnostischen Möglichkeiten häufig etwas fern der eigenen täglichen Praxis liegt. Umso wertvoller war der strukturierte Überblick, den Frau Dr. Lietz-Partzsch über die wichtigsten ophthalmologischen Krankheitsbilder gab. Anschaulich erläuterte sie aktuelle schulmedizinische Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten und stellte zugleich homöopathische Therapieansätze zur Diskussion. Dabei gelang es ihr hervorragend, die Brücke zwischen Spezialwissen und hausärztlicher beziehungsweise homöopathischer Praxis zu schlagen.
|
|
Besonders angenehm war die offene Atmosphäre des Abends. Es wurde engagiert nachgefragt, diskutiert und gemeinsam über therapeutische Möglichkeiten nachgedacht. Gerade diese lebendigen Gespräche machen unsere Veranstaltungsreihe „Homöopathie im Dialog“ seit vielen Jahren aus. Sie lebt von der Bereitschaft, Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und unterschiedliche Perspektiven wertschätzend miteinander ins Gespräch zu bringen.
|
|
Ein besonders schönes Nachspiel fand der Vortrag Anfang Mai: Am 5. Mai 2026 konnten wir allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Vortragsfolien zusenden, die Dr. Andrea Lietz-Partzsch uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte. Dieses großzügige Entgegenkommen ermöglicht es, die Inhalte des Abends auch im Praxisalltag noch einmal nachzulesen und zu vertiefen.
|
Ich danke Dr. Andrea Lietz-Partzsch herzlich für ihren engagierten und hervorragend strukturierten Vortrag sowie allen Kolleginnen und Kollegen, die durch ihre interessierten Fragen und ihre aktive Teilnahme zu einem rundum gelungenen Fortbildungsabend beigetragen haben. Ich freue mich schon heute auf viele weitere Begegnungen im Rahmen unserer Reihe „Homöopathie im Dialog“.
|
Dr. med. Claudia Wein 1. Vorsitzende des Berliner Vereins homöopathischer Ärzte e. V.
|
|
|
|
|
Demonstration der Arzneimittelherstellung mit praktischer Teilnahme (Verreibung)
|
|
|
|
Bild: Glyrrhiza Glabra -Süßholz
|
|
|
Verreibung: Wir haben Glyrrziha Glabra- Süßholz(-wurzel) verrieben über die Stufen C1 bis C4 mit insgesamt 14 Teilnehmern. Da in der homöopathischen Literatur das Mittelbild kaum zu finden ist, war es für Anfänger bis Profis Neuland und entsprechend aufschlussreich. Von körperlichen, zum Teil sehr spezifischen, Symptomen bis zu emotional- psychischen Symptomen gab es in der Gruppe eine große Einigkeit in den Rückmeldungen, sodass ein kleines, gut nachvollziehbares Mittelbild entstand.
|
Das hat Lust gemacht auf mehr.
|
|
2.Vorsitzende des Vereins homöopathischer Ärzte e.V.
|
|
|
|
|
und last but not least: Aufgrund technischer Schwierigkeiten im Anton Koch Seminar wird unsere Hybridanlgae runderneuert und sollte dann deutlich bedienungsfreundlicher bzw. sicherer sein.
|
|
|
|
|
|
Delegiertenversammlung des DZVhÄ in Köthen
|
Delegiertenversammlung 2026 in Köthen – Gemeinsam Verantwortung tragen
|
|
Am 16. und 17. Mai 2026 kamen die Delegierten des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) zur ersten Delegiertenversammlung des Jahres in Köthen zusammen. Für den Berliner Verein nahmen Barbara Teigelkamp, Dr. med. Christine Albrecht, Daniela Merkle und ich als Delegierte teil.
|
|
|
|
|
Wie in jedem Jahr war die Tagesordnung umfangreich und die beiden Sitzungstage geprägt von Berichten, Diskussionen und zahlreichen Beschlüssen. Neben den formalen Vereinsangelegenheiten – wie der Genehmigung des Jahresabschlusses, der Entlastung des Bundesvorstandes sowie verschiedenen Anträgen zur Verbandsarbeit – stand vor allem die aktuelle gesundheitspolitische Situation der Homöopathie im Mittelpunkt.
|
|
Besonders intensiv wurde über die geplante Streichung homöopathischer Leistungen aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen diskutiert. Die Delegierten waren sich einig, dass diese Entwicklung unsere volle Aufmerksamkeit erfordert. Vorgestellt wurden die geplanten politischen Aktivitäten und Informationskampagnen des DZVhÄ sowie Möglichkeiten, wie sich Landesverbände und einzelne Mitglieder aktiv einbringen können. Dabei wurde deutlich, dass die kommenden Monate für unsere ärztliche Arbeit und für die Zukunft der Homöopathie von großer Bedeutung sein werden.
|
|
Erfreulich war zugleich, dass auch die langfristige Weiterentwicklung unseres Verbandes ihren Platz hatte. Berichte aus den Bereichen Arzneimittelrecht, europäische Zusammenarbeit und E-Learning zeigten, wie engagiert an der Sicherung und Weiterentwicklung unserer ärztlichen Homöopathie gearbeitet wird. Besonders spannend waren die Fortschritte bei den digitalen Fortbildungsangeboten, die künftig den Zugang zu qualitätsgesichertem Wissen weiter erleichtern werden.
|
|
Neben allen inhaltlichen Themen bleibt für mich aber vor allem eines in Erinnerung: die Atmosphäre. Trotz durchaus unterschiedlicher Meinungen in einzelnen Sachfragen war der Umgang miteinander respektvoll und von dem gemeinsamen Wunsch geprägt, tragfähige Lösungen für unseren Berufsverband zu finden. Gerade in Zeiten, in denen die Homöopathie politisch und gesellschaftlich unter erheblichem Druck steht, empfinde ich diesen konstruktiven Dialog als ausgesprochen wertvoll.
|
|
|
|
Ganz besonders gefreut hat mich die Zusammenarbeit unseres Berliner Delegiertenteams. Barbara Teigelkamp, Dr. med. Christine Albrecht, Daniela Merkle und ich haben die beiden Tage in einem offenen, vertrauensvollen und ausgesprochen kollegialen Miteinander erlebt. Unterschiedliche Sichtweisen konnten wir stets respektvoll diskutieren und gemeinsam vertreten. Für diese angenehme Zusammenarbeit möchte ich mich herzlich bedanken. Sie zeigt, wie wichtig gegenseitiges Vertrauen und Wertschätzung für eine erfolgreiche Verbandsarbeit sind
|
|
|
|
Die Delegiertenversammlung hat einmal mehr deutlich gemacht, dass unser Berufsverband von Menschen lebt, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich ehrenamtlich mit großem Engagement einzubringen. Dafür gebührt allen Delegierten, dem Bundesvorstand und den zahlreichen Mitwirkenden ein herzlicher Dank.
|
Gerade in bewegten Zeiten sind persönliche Begegnungen, das gemeinsame Ringen um gute Entscheidungen und der kollegiale Austausch von unschätzbarem Wert. Sie stärken nicht nur unseren Verband, sondern auch jede und jeden Einzelnen von uns in der täglichen ärztlichen Arbeit.
|
Dr. med. Claudia Wein 1. Vorsitzende des Berliner Vereins homöopathischer Ärzte e. V. (BVhÄ)
|
|
Die Fotos zeigen außer uns 4 Delegierten des BVhÄ auch Steffi Nadler, die den Kongress besuchte, und Christoph Trapp, DZVhÄ-Medienprofi. Bilder : privat Claudia Wein
|
|
|
|
|
|
Gesundheitspolitik- BVhÄ und GKV-Reform
|
Aktionen des BVhÄ gegen die GKV-Reform
|
|
|
|
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
|
|
wir möchten Ihnen einen Einblick in die Aktivitäten des BVhÄ zum Erhalt der homöopathischen Therapie als Leistung der gesetzlichen Krankenkassen geben. Gemeinsam mit den anthroposophischen Ärztinnen und Ärzten beteiligten wir uns am 10. und 11.Juni 2026 an den Protestaktionen auf dem Pariser Platz sowie vor dem Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages.
|
|
|
|
Die GKV Reform sollte ursprünglich am 12.Juni 2026 im Bundestag beraten werden. Bereits im Vorfeld waren über 90.000 Unterschriften von Patientinnen und Patienten Ärztinnen und Ärzten sowie zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern gesammelt worden. Die Kampagne „Weil`s hilft“ hatte die Aktionen hervorragend vorbereitet. Alle Teilnehmenden waren eingeladen,in weißen Kitteln zu erscheinen.
|
|
|
|
|
HOMÖOPATHIE GEHÖRT IN DIE GKV
|
|
Die ursprünglich für Ende Juni vorgesehene zweite und dritte Lesung des GKV Beitragsstabilisierungsgesetzes wurde kurzfristig auf den 10.Juli.2026 verschoben. Die geplante Streichung der Homöopathie als Satzungsleistung blieb jedoch Bestandteil des Gesetzentwurfes. Der erste Demonstrationsaufruf erfolgte in Köln unter der Leitung der Kinderärztin Dr. med. Karin Michael (anthroposophische Medizin). Daran schloss sich die Einladung an die Berliner und Brandenburger Ärztinnen und Ärzte an, sich dem Protest anzuschließen - freundlich, sachlich und überzeugend in der Argumentation sowie sichtbar in weißer Berufskleidung.
|
|
Die geplante Streichung der Homöopathie und der Anthroposophischen Medizin aus der GKV wäre eine folgenschwere Entscheidung zu Lasten vieler Patientinnen und Patienten.
|
|
|
|
Wir fordern den Erhalt von Therapiefreiheit, Patientenautonomie und Methodenpluralismus
|
|
Der DZVhÄ und LIMed unterstützten uns mit umfangreichen Informations-materialien, die von unserer Geschäftsstelle an alle Mitglieder weitergeleitet wurden. Die Plakate wurden zusätzlich auf Din A5 verkleinert und als Handzettel verteilt.
|
|
Inzwischen war die Zahl der gesammelten Unterschriften auf 100.000 angestiegen.
|
|
|
|
|
|
|
Naturmedizin und Schulmedizin gemeinsam
|
|
600 leere Stühle vor dem Brandenburger Tor machten eindrucksvoll sichtbar, was die Streichung der Homöopathie aus der GKV für viele Menschen bedeuten würde: wegfallende Behandlungsmöglichkeiten und die zusätzliche Belastung für Patientinnen und Patienten.
|
Viele Kolleginnen und Kollegen kamen mit interessierten Passantinnen und Passanten ins Gespräch. Dabei wurde deutlich: Es geht nicht nur um Budgets und Studien, sondern vor allem um die Lebenswirklichkeit vieler Menschen.
|
|
Wir erlebten zwei intensive und engagierte Tage in Berlin und erhielten dabei tatkräftige Unterstützung vom Landesverband Bayern, unter anderem von Sigrid Kruse und Karoline Kretzdorn.
|
Allen Beteiligten gilt unser herzlicher Dank!
|
|
Forschung zur Homöopathie- mehr Evidenz als häufig behauptet.
|
|
Integrative Medizin muss bleiben.
|
|
Wir müssen die interdisziplinäre Zusammenarbeit weiter stärken und intensivieren.
|
Anbei zahlreiche Fotos, die die lebendige Stimmung unterstreichen.
|
|
3.Vorsitzende des Berliner Vereins homöopathischer Ärzte e.V.
|
|
( Bilder: U.Dohms, C.Wein, J.Kümmel)
|
|
|
|
|
Tag der offenen Tür im Bundesministerium für Gesundheit
|
|
Nach den Demonstrationstagen am 10. und 11.Juni bot sich am 21. Juni 2026 beim Tag der offenen Tür des Bundesministeriums für Gesundheit eine weitere Gelegenheit , das Gespräch mit politischen Entscheidungsträgern zu suchen.
|
|
Im Bundesministerium für Gesundheit in der Mauerstraße stand unter anderem ein Bürgertalk mit Bundesgesundheitsministerin Nina Warken auf dem Programm.
|
|
Ich war vor Ort, um die Homöopathie als bewährte individuelle Behandlungsmethode zu vertreten und dafür zu werben, die geplante Streichung der Finanzierung homöopathischer Leistungen aus der GKV zu überdenken.
|
|
Die Atmosphäre war an diesem Tag allerdings sehr angespannt. Viele Besucherinnen und Besucher brachten ihre unterschiedlichen gesundheitspolitischen Anliegen mit großer Emotionalität vor. Unter diesen Umständen erschien es mir nicht sinnvoll, das Gespräch zur Homöopathie aktiv zu suchen.
|
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken trat souverän auf und beantwortete die Fragen der Anwesenden. Ob sie der Homöopathie persönlich aufgeschlossen gegenübersteht, vermag ich nicht einzuschätzen.
|
|
|
|
|
Politikergespräch am 18.06.2026
|
zur wissenschaftlichen Evidenz der Homöopathie und zur Bedeutung integrativer Medizin für die Wirkung der Homöopathie
|
|
Zum Politikergespäch bei einem Bundestagsabgeordneten von Bündnis 90/ Die Grünen am 18.6.2026 habe ich (Rahel Burde) die Unterlagen, die mir Frau Kümmel gegeben hat, mitgenommen und ausgehändigt.
|
|
Das Gespäch fand in angenehmer Atmosphäre statt.
|
|
Vom Inhalt her ging es darum, dass es studienbelegte Evidenz für die Wirkung von Homöopathie über den Placebo-Effekt hinaus gibt (Beispiel die Studie von Prof. Frass, die Grundlage für die S3 Leitlinie Onkologie war (diese hatte ich ausgedruckt mit)) und dass diese Belege ignoriert werden und dass es hier im Rahmen von Metaanalysen + Beispiel Australien zu Datenmanipulation kommt.
|
|
Ich stellte an dieser Stelle heraus, dass dies unwissenschaftlich sei und mich das als Wissenschaftlerin betrifft.
|
|
Auf die sich von seiner Seite anschliessende Frage, wieso ich meine, dass die Belege ignoriert werden, sagte ich, dass der Streit unter Medizinern alt sei und dass es meiner Meinung nach für manche Ärzte schlicht ein Schritt zu viel sei, wenn man am Beispiel Aspirin (Wirkweise über Blockierung der Phospholipase A2 und damit Blockierung Freisetzung von Enzündungsmediatoren wie Prostaglandine und Leukotriene) gewöhnt ist mit Pharmaka in Prozesse einzugreifen und sich dann Medikamenten gegenüber sieht, die im Massenspektrometer kein Molekül nachweisbar enthalten; ein weiterer Punkt diesbezüglich sei, dass der Wirkmechanismus nicht erklärt sei. Habe dann daraufhingewiesen, dass es zur Aufklärung des Wirkmechanismus aktuell an der Uni Witten/Herdecke eine forschende Arbeitsgruppe von Prof. Baumgartner gibt.
|
|
Im Weiteren fand an dieser Stelle Erwähnung, dass die homöopathisch tätigen Ärzte nicht eine entweder - oder Homöopathie und Schulmedizin wünschen, sondern dass sie die Homöopathie als ergänzendes Verfahren begreifen. Unterstrichen wurde, dass es sich ja um Ärzte handelt, die universitär ausgebildet wurden, dass die Diagnostik, das Denken, die Ethik usf. ja völlig identisch mit den rein schulmedizinisch tätigen Ärzten seien und dass die Homöopathie nur eine weitere ergänzende erweiternde Therapieoption darstelle. Ein Beispiel aus der Praxis (Pat, weiblich, Mitte Siebzig, vom selben Tag mit seit 4 Jahren Übelkeit und Gewichtsverlust gesamte gastroenterologische Diagnostik ohne Befund, schulmedizinische Behandlung ohne Erfolg und nun seit heute ergänzend ein homöopathisches Mittel) durch das veranschaulicht wurde, das bei erfolgreicher homöopathischer Behandlung weitere Diagnostik, weitere ggfs. sehr teure Medikamente gespart werden. An dieser Stelle dann die Daten zu Einsparung Stichwort Antibiotika.
|
|
Diese ergänzende Behandlung sei nach dem Beschluss des neuen Gesetzes dann Patienten vorbehalten, die sich das leisten können, was unsozial sei und eine Zwei-Klassen-Medizin zur Folge habe.
|
Der Abschiedssatz war: ich finde es gut, dass Sie sich für Ihre Sache so einsetzen!
|
|
|
|
|
Ein persönlicher Blick auf die nächsten Schritte
|
|
Die Beschlüsse des Deutschen Bundestages und des Bundesrates vom 09. und 10.Juni 2026 markieren einen tiefen Einschnitt für die ärztliche Homöopathie in Deutschland. Ab dem 01.Januar 2027 werden homöopathische Leistungen und Arzneimittel nicht mehr als Satzungsleistungen der gesetzlichen Krankenkassen erstattet.
|
|
Viele von uns haben diese Entscheidung mit großer Entäuschung aufgenommen. Umso wichtiger ist es mir, allen zu danken, die sich in den vergangenen Monaten mit großem persönlichem Engagement eingesetzt haben: bei den Demonstartionen in Berlin, in Gesprächen mit Abgeordneten, bei der Weitergabe von Informationsmaterial, beim Sammeln von Unterschriften oder durch die tägliche sachliche und kompetente Information unserer Patientinnen und Patienten. Besonders beeindruckt hat mich, wie viele Menschen gemeinsam für den Erhalt einer patientenorientierten und integrativen Medizin eingetreten sind. Über 134.000 Bürgerinnen und Bürger haben mit ihrer Unterschrift deutlich gemacht, dass die Homöopathie für sie ein wichtiger Bestandteil ihrer medizinischen Versorgung ist. Auch wenn dieses Engagement die politische Entscheidung letztlich nicht verhindern konnte, war es keineswegs vergeblich. Es hat sichtbar gemacht, dass viele Menschen unsere Arbeit schätzen und sich eine vielfältige Medizin wünschen. Für uns als Berliner Verein homöopathischer Ärzte e.V. bedeutet diese neue Situation vor allem eins: Wir werden unseren Weg weitergehen.
|
|
Unsere Aufgabe bleibt es, Patientinen und Patienten verantwortungsvoll, wissenschaftlich informiert und mit hoher ärztlicher Kompetenz zu begleiten. Homöopathie war und ist dabei weit mehr als eine Frage der Kostenerstattung. Sie lebt von der Qualität der ärztlichen Begegnung, einer sorgfältigen Anamnese, einer fundierten Diagnostik und einer individuellen Therapieentscheidung. Diese Werte behalten unabhängig von gesundheitspolitischen Entwicklungen ihre Bedeutung.
|
|
Gleichzeitig werden wir uns weiterhin dafür einsetzen, dass die ärztliche Homöopathie ihren Platz in einer modernen integrativen Medizin behält. Dazu gehören eine qualitätsgesicherte Fortbildung, die Förderung von Forschung, ein sachlicher Dialog mit Politik und Gesellschaft sowie die Zusammenarbeit mit anderen ärztlichen Verbänden und Partnern der Integrativen Medizin. Die vergangenen Monate haben gezeigt, wie wichtig Vernetzung und gemeinsames Handeln sind. Die vielen Gespräche, Aktionen und Begegnungen haben uns als Gemeinschaft gestärkt.
|
|
Gerade in herausfordernden Zeiten gewinnt auch unser Vereinsleben noch einmal an Bedeutung. Unsere Seminare, Vortragsabende und persönlichen Begegnungen sind weit mehr als reine Fortbildungsveranstaltungen. Sie sind Orte des fachlichen Austausches, des gemeinsamen Lernens und der gegenseitigen Unterstützung.
|
|
Als Vorstand werden wir uns zudem intensiv mit den Auswirkungen der neuen Rahmenbedingungen für unsere kassenärztlich tätigen Mitglieder im BVhÄ befassen. Unser Ziel ist es, bis Ende 2028 eine Beitragsregelung für den BVhÄ zu schaffen, die dieser besonderen Situation Rechnung trägt und unseren Mitgliedern entgegenkommt. Wir gehen davon aus, dass sich in diesem Zeitraum neue Zusatzversicherungs-angebote der privaten Krankenversicherungen für gesetzlich Versicherte entwicklen werden, die auch die Inanspruchnahme homöopathisch-ärztlicher Leistungen ermöglichen. Wir hoffen daher, dass sich die derzeitige Situation schrittweise entspannen wird. Vor diesem Hintergrund möchte ich Sie herzlich bitten, unserem Verein auch in dieser Übergangsphase die Treue zu halten und derzeit von einer Kündigung Ihrer Mitgliedschaft abzusehen. Gerade jetzt kommt es auf unseren Zusammenhalt an. Gemeinsam sind wir stärker und können die Zukunft der ärztlichen Homöopathie aktiv mitgestalten. Ich blicke trotz aller Herausforderungen optimistisch nach vorn. Unsere Patientinnen und Patienten werden auch künftig unsere Erfahrung, unsere Empathie und unsere therapeutische Kompetenz brauchen. Viele Menschen werden weiterhin den Weg zu uns suchen, weil sie sich eine individuelle und ganzheitliche ärztliche Begleitung wünschen. Lassen Sie uns deshalb zusammenhalten, junge Kolleginnen und Kollegen ermutigen, unser Wissen weitergeben und den offenen Dialog mit allen suchen, denen eine gute medizinische Versorgung am Herzen liegt. Veränderungen gehören zur Geschichte der Medizin. Entscheidend ist, wie wir ihnen begegnen. Ich bin überzeugt, dass die ärztliche Homöopathie auch künftig ihren Platz finden wird, wenn wir unsere Arbeit weiterhin mit fachlicher Qualität, menschlicher Zugewandtheit und gegenseitiger Wertschätzung leisten.
|
Ich freue mich darauf, diesen Weg gemeinsam mit Ihnen zu gehen.
|
1.Vorsitzende des Berliner Vereins homöopathischer Ärzte e.V.
|
|
|
|
|
|
Aus dem BVhÄ
|
Jahresmitgliederversammlung 2026
|
|
Kollegialer Austausch, Vorstandswahlen, Ausbildung, Finanzen und Vereinsentwicklung
|
|
Am 17. April 2026 fand die Jahresmitgliederversammlung des Berliner Vereins homöopathischer Ärzte e.V. in den Vereinsräumen statt. Die Versammlung war von einer sehr kollegialen und wertschätzenden Atmosphäre getragen- darüber habe ich mich besonders gefreut. Gerade in einer Zeit, in der die ärztliche Homöopathie gesundheitspolitisch stark unter Druck steht, ist der persönliche Austausch innerhalb unseres Vereins von großer Bedeutung. Nach der Begrüßung und der Feststellung der Beschlussfähigkeit wurde die Tagesordnung einstimmig angenommen.
|
|
Ein wichtiges Thema des Abends war die aktuelle gesundheitspolitische Situation. Der Referentenentwurf zur geplanten Einsparung in der gesetzlichen Krankenversicherung war am Vortag veröffentlicht worden und sah auch die Streichung homöopathischer und anthroposophischer Leistungen vor. Die Mitglieder wurden über die aktuellen Aktivitäten des DZVhÄ informiert und dazu aufgerufen, die Kampagne "Weil`s hilft!" bekannt zu machen und Patientinnen und Patienten auf die Möglichkeit der Beteiligung aufmerksam zu machen.
|
|
Ein besonderer Tagesordnungspunkt war die Nachwahl des dritten Vorstandsmitgliedes mit dem Aufgabenbereich Schatzmeister. Nachdem die bisherige Schatzmeisterin im August 2025 ausgeschieden war, sah unsere Satzung die Ergänzung des Vorstands auf drei Vorsitzende vor. Dr. med. Ursula Dohms erklärte sich bereit zu kandidieren. Die Wahl erfolgte einstimmig mit 18 Ja -Stimmen bei keinen Gegenstimmen und keiner Enthaltung. Frau Dr. Dohms nahm die Wahl an und verstärkt seither den Vorstand des BVhÄ.
|
|
Ausbildung und Fortbildung im BVhÄ
|
|
Die 2. Vorsitzende Barbara Teigelkamp berichtete über die kontinuierliche Entwicklung der homöopathischen Ausbildung in Berlin. Durch die Zusammenarbeit mit Sachsen-Anhalt und Sachsen ist die Durchführung der Wochenkurse weiterhin gesichert.
|
|
Die Ergänzung der Präsenzveranstaltungen durch Online-Angebote hat zu einer erfreulichen Zunahme der Teilnehmerzahlen sowohl in der Ausbildung als auch bei den Seminaren geführt. Eine Absenkung der inhaltlichen Anforderungen in der Ausbildung wird vom BVhÄ weiterhin nicht befürwortet. Unser Anspruch bleibt eine fundierte und qualitativ hochwertige ärztliche Weiterbildung.
|
|
Finanzen und Hausverwaltung
|
|
Der Finanzbericht zeigte eine erfreuliche Entwicklung: Die Seminare, Wochenkurse und der Dreijahreskurs erwirtschafteten im Jahr 2025 ein Plus von 8,535,00 Euro. Durch die Einnahmen aus unserem Vereinshaus konnte der BVhÄ insgesamt mit einem positiven Ergebnis abschließen. Die Kassenprüferinnen bestätigten eine ordnungsgemäße Kassenführung und hatten keine Beanstandungen. Auf Anfrage von Steffi Nadler wurde der Vorstand einstimmig entlastet.
|
|
Auch unser Haus entwickelt sich positiv. Der Wechsel zu einer neuen Hausverwaltung hat sich als sehr effektiv erwiesen. Die Zusammenarbeit mit Vorstand und Geschäftsstelle ist konstruktiv und zuverlässig. Notwendige Renovierungsarbeiten wurden umgesetzt, unter anderem die Reparatur einer beschädigten Zimmerdecke im kleinen Sitzungsraum. Der Mieterwechsel im zweiten Obergeschoss konnte nahtlos erfolgen.
|
|
Ärztekammer und Öffentlichkeitsarbeit
|
|
Martin Kiesel berichtete über die Arbeit im Bereich Ärztekammer. Die Frist zum Erwerb der Zusatzbezeichnung ist inzwischen ausgelaufen; die letzten beiden Prüfungen betrafen noch Teilnehmerinnen und Teilnehmer des letzten Dreijahreskurses. Martin Kiesel wird seine Tätigkeit bei der Ärztekammer Mitte des Jahres beenden.
|
|
Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit konnte der BVhÄ wieder an die Tradition des Journals anknüpfen. Zwei Ausgaben sind bereits erschienen, künftig ist ein vierteljährliches Erscheinungsintervall geplant. Die Überarbeitung der BVhÄ Webseite durch Frau Jantz ist in Arbeit. Auch wenn die eigenen Social-Media-Kanäle noch nicht regelmässig gepflegt werden konnten, gibt es zahlreiche Beiträge anderer Verbände und Akteure. Unsere Mitglieder können dazu beitragen, die Sichtbarkeit homöopathischer Inhalte zu erhöhen, indem sie interessante Beiträge in sozialen Medien wahrnehmen, teilen oder mit "Gefällt mir" markieren.
|
|
Beim Punkt "Verschiedenes" gab es zahlreiche erfreuliche Nachrichten:
|
|
Unser diesjähriges Sommerfest findet am 22.August im Botanischen Garten und in der königlichen Gartenakademie statt. Im Mittelpunkt steht unsere Patenpflanze Datura Stramonium.
|
|
Anja Baier stellte Aktivitäten von Globulista vor. Besonders erfreulich ist die erstmalig angebotene Sommerakademie für Studierende auf einem Hof in Hessen. Außerdem übernimmt Globulista künftig die Organisation der Homöopathietage in München. Weiterhin stehen im Verein die Aufkleber "Homöopathie macht glücklich" zum Verteilen zur Verfügung.
|
|
Sehr erfreulich ist auch, dass der BVhÄ zwei LIMed-Mandate für die Ärztekammer Brandenburg gewinnen konnte. Dr. med. Karola Mushack und Mark Stemmler vertreten dort künftig die Anliegen der Integrativen Medizin.
|
Die Jahresmitgliederversammlung hat einmal mehr gezeigt, wie lebendig und engagiert unser Verein ist. Herzlichen Dank an alle Mitglieder, die sich einbringen und damit das Vereinsleben tragen.
|
|
1.Vorsitzende des Berliner Vereins homöopathischer Ärzte e.V.
|
|
|
|
Der nun wieder vollständige Vorstand des BVhÄ; Bild: Claudia Wein
|
|
|
|
|
Dank eines Mitgliedes an den Vorstand
|
|
Eure Berichte auf der gestrigen JMV waren sehr umfassend und informativ: allein schon dafür nochmals Danke! Sie haben gezeigt auf wievielen Ebenen Ihr gut vernetzt vielseitig für unseren Verein aktiv seid. Wie fundamental und bedeutsam das für dessen Existenz und Entwicklung ist, wird nochmals und nicht zuletzt offenbar an den Entwicklungen in anderen LV`s, die aus der Not fusionieren oder verschwinden: wir haben mit dem Haus sicher eine sehr hilfreiche Grundlage und wohl zunehmend auf Bundesebene eine besondere Position. Andererseits bildet Eure umfassende Arbeit dabei im Team mit Frau Nagel und Frau Kümmel das Rückgrat unseres Vereins und schafft die Bühne für unser Vereinsleben und die Ausbildungen, die wir anbieten können. Nochmals Danke dafür Euch allen!
|
|
|
|
|
Seit Juli 2018 hat Holger Jost die Aufgabe des Hausbetreuers für unser Vereinshaus in der Nassauischen Straße mit großem Engagement übernommen. Über viele Jahre war er ein verlässlicher Ansprechpartner rund um unser Haus und hat mit seiner Arbeit dazu beigetragen, dass unser Vereinsleben in einer gut funktionierenden Umgebung stattfinden konnte.
|
|
Mit dem Wechsel zur neuen Hausverwaltung hat sich die Organisation der Haus-betreuung deutlich verändert. Die Zusammenarbeit mit Vorstand und Geschäftsstelle gestaltet sich sehr konstruktiv und zuverlässig, notwendige Aufgaben werden effizient koordiniert und umgesetzt. Dadurch ist die zusätzliche Funktion eines Hausbetreuers, wie sie bisher von Holger Jost wahrgenommen wurde, nicht mehr erforderlich.
|
|
Auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten müssen wir als Verein sorgfältig mit unseren Mitteln umgehen und Einsparpotenziale nutzen. Daher endete die Beschäftigung von Holger Jost zum 31. Mai 2026.
|
|
Wir möchten uns bei Holger Jost ganz herzlich für seine langjährige Unterstützung, seine Verlässlichkeit und seine Verbundenheit mit unserem Verein bedanken. Sein Einsatz war ein wichtiger Beitrag zur guten Entwicklung unseres Vereinshauses und damit auch zu unserem Vereinsleben.
|
|
Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute!
|
|
|
|
|
Unterstützung der Europäischen Bibliothek für Homöopathie in Köthen
|
|
|
|
Der Vorstand des BVhÄ hat im Mai 2026 einstimmig beschlossen, die Europäische Homöopathische Bibliothek (EBH) in Köthen mit einer jährlichen Spende von 5.000,00 Euro zu unterstützen. Diese Förderung ist zunächst bis zur nächsten Vorstandswahl im Jahr 2028 vorgesehen.
|
|
Die EBH wurde 2009 vom DZVhÄ gegründet und ist seit 2021 der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Homöopathie (WissHom) zugeordnet. Sie beherbergt eine umfangreiche Sammlung homöopathischer Literatur aus dem 18. bis 21.Jahrhundert: Monographien, Zeitschriften, Portraits, Skizzen und historische Dokumente.
|
|
Die Bibliothek stellt damit eine wichtige Grundlage für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Homöopathie als praktischer Medizin dar. Nicht nur das umfangreiche Archiv homöopathischer Literatur ist einen Besuch wert, auch der geschichtsträchtige Ort lädt zum Studium und zur Einkehr ein.
|
|
|
|
|
|
Termine 2026
|
im Botanischen Garten & der königlichen Gartenakademie
|
|
|
|
In diesem Jahr wartet ein ganz besonderes Programm zum Sommerfest auf Sie. Wir werden eine individuelle Gruppenführung durch den Arzneimittelgarten des Botanischen Gartens erleben und dabei unsere Patenpflanze "Datura stramonium" besuchen, um ihre Blüten und Früchte zu bewundern.
|
|
|
|
Bilder privat Simone Nagel
|
|
|
Der Beginn der Führung ist um 12 Uhr und dauert 90 Minuten, die Kosten für Eintritt und Führung werden vom Verein übernommen, Treffpunkt : 11 Uhr 45 vor dem Eingang Königin Luise Straße 6-8. Anschließend schlendern wir in die königliche Gartenakademie zu Kaffee und Kuchen, wo Sie ein kleines Sommerquiz rund um die Nachtschattengewächse erwartet.
|
|
Für die geistige Arbeit gibt es 2 Diplompunkte.
|
Anmeldungen gerne unter veranstaltungen@bvhae.de oder 030 8732593
|
|
|
|
- Seminar mit Dr. med. Christoph Tils 11.-13.09.2026
- Seminar mit Dr. med. Resie Moonen 03.-04.10.2026
- Seminar mit Dr. med. Pawan Pareek 21.-22.11.2026
|
|
|
|
Boger Kompakt Seminar 11.-13.09.2026
|
|
mit Dr. med. Christoph Tils
|
|
|
|
Die „Boger-Kompakt-Ausbildung“ Berlin vom 11.-13. September 2026 in Hybrid hat zum Ziel, eine homöopathische Praxis allein mit 2 synthetischen Werken von Boger führen zu können:
|
|
a) mit dem „General Analysis“ (27 DIN A 6 Seiten) bis zu 80% der Analyse-Arbeit und
|
|
b) mit dem „Synoptic Key“ (500 DIN A 5 Seiten) die verbleibenden 20%
|
|
c) mit dem Überblick über diese bisher größte schulenübergreifende Synthese in der Homöopathie von Materiae medicae, Repertorien, Strategien (Schulen) und großen Fallsammlungen
|
|
d) mit Hilfe vom Universal-Werkzeug der „Charakteristik“, mit deren Entwicklung Hahnemann Boenninghausen und Jahr beauftragt hatte (§ 153 ORG) und die von ihren Nachfolgern bis hin zu Boger stringent fortgeführt wurde. Das sind 100 Jahre intensive Forschung an dieser weit elaborierten wie gleichzeitig einfachen Charakteristik: Wir lernen die Fall-Situationen von dieser Warte aus zu betrachten und unsere bekannten Arzneien von einer – für Viele von uns – neuen, sehr wirkungsvollen Seite kennen: die Allgemeinen Charakteristika
|
|
e) mit Hilfe eines neuen, kompakten Analyse-Tools, das ich aus Bogers Synthese entwickelt habe, dass die Arznei-Findung erheblich erleichtert. Wir werden damit didaktisch kommentiert und detailliert ~30 Kasuistiken gemeinsam bearbeiten wie Myokarditis und Kardiomyopathie, Quincke-Ödem und Panikattacken, Suizidalität, Gestose und Mutter-Kind-Beziehungsstörung, Pneumonien, auch Kasuistiken von Boger, Kent, Nash, Guernsey und mehr.
|
|
Gegenüber der Boger-Kompakt-Ausbildung 2023:
|
|
a) konnte die erforderliche Theorie nochmals reduziert werden
|
|
b) gibt es ~50% neue Kasuistiken,
|
|
c) gleichzeitig sind die schon bekannten Fälle kein Nachteil, weil an ihnen die nun leichtere Analyse klar erkannt werden kann.
|
|
Die Boger-Kompakt-Ausbildung 2026 ist gedacht auch für angehende Homöopathen, weil alle notwendigen Kenntnisse vermittelt werden. Voraussetzung ist ein Grundverständnis von dem, was eine Materia medica und was ein Repertorium ist und von den drei Grundmiasmen.
|
|
Für die Umsetzung in die Praxis wird als Training eine Supervision angeboten: die Hybrid-Werkstatt im BVhÄ 1x pro Monat, zur Vertiefung wird Literatur empfohlen.
|
|
Ich freue mich auf die gemeinsame Arbeit.
|
|
Gastbeitrag Dr. med. Christoph Tils
|
|
|
|
|
Seminar mit Dr. med. Resie Moonen 03.-04.10.2026
|
|
Geriatrie und homöopathische Behandlung, würdevolles Altern
|
|
|
|
Wir freuen uns Frau Dr. med. Resie Moonen auch in diesem Jahr wieder als Referentin begrüßen zu dürfen. Die niederländische Hausärztin ist seit über 40 Jahren tätig und verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Begleitung chronisch kranker und älterer Patientinnen und Patienten.
|
|
Das Hybridseminar widmet sich praxisrelevanten Themen der hausärztlichen Ver-sorgung im Alter. Anhand von Fallbeispielen mit Videopräsentationen und Lang-zeitverläufen werden diagnostische und therapeutische Konzepte für die Versorgung älterer Patientinnen und Patienten vorgestellt. Die praxisnahe Darstellung ermöglicht eine vertiefte Auseinandersetzung mit typischen Herausforderungen der allgemeinmedizinischen Versorgung älterer Patientinnen und Patienten.
|
Das Seminar ist von der ÄK mit 12 Fortbildungspunkten anerkannt.
|
|
|
|
|
Seminar mit Dr. med. Pawan Pareek 21.-22.11.2026
|
|
Schilddrüsenerkrankungen Hashimoto Thyrioditis u.a. Autoimmunerkrankungen
|
|
|
|
Und auch Herr Dr. med. Pawan Pareek kommt nach seinen erfogreichen Seminaren in den letzten Jahren in diesem Jahr wieder zu uns, diesmal mit dem Thema "Schilddrüsenerkrankungen Hashimoto Thyrioditis u.a. Autoimmunerkrankungen". Anhand von Fallbeispielen aus seiner reichhaltigen praktischen Klinikerfahrung, wird er uns seine Arbeitsweise näherbringen.
|
|
Das Seminar ist sowohl für erfahrene Kolleginnen, als auch für Praxisanfängerinnen und -anfänger geeignet.
|
|
|
|
|
|
Dies und Das aus dem Sekretariat
|
Stadtradeln 2026 - der BVhÄ war dabei!
|
|
Vom 20.Mai bis zum 09.Juni 2026 fand zum elften Mal das Stadradeln Berlin statt. Dieses Jahr gab es mit 36.300 Berlinnerinnen und Berlinern eine Rekordbeteiligung. Gemeinsam wurden innerhalb von 21 Tagen insgesamt 7.875.670 Kilometer zurückgelegt- das entspricht etwa 196 Erdumrundungen.
|
|
Und wir waren dabei! Zehn Mitglieder traten kräftig in die Pedale und erradelten insgesamt stolze 1.865 Kilometer.
|
Herzlichen Dank an alle Mitradlerinnen und Mitradler für die sportliche Begeisterung und den Einsatz für eine klimafreundliche Mobilität!
|
|
Im nächsten Jahr sind wir sicher wieder dabei, wenn es heißt:
|
|
Auf die Räder, fertig, los!!!
|
|
|
|
|
Fachärztin für Allgemeinmedizin und klassische Homöopathie, berentet, sucht Teilzeit-Mitarbeit ( 3 bis 10 Stunden/Woche)
|
|
Sie verfügt über einen eigenen Stamm von homöopathischen Patientinnen und Patienten.
|
|
Sprache: Deutsch, Russisch
|
|
Kontakt unter E-Mail: krizevskij@freenet.de
|
|
|
|
|
Buchtipps für den Sommer aus dem Sekretariat
|
|
Sommer, Sonne, Liegestuhl und jede Menge Bücher!
|
|
Die Auswahl an guten Büchern ist riesig, und damit die Strandtaschen und Wanderrucksäcke gut mit Lesestoff gefüllt sind, gibt es diesmal gleich mehrere Buchempfehlungen aus dem Sekretariat:
|
|
|
|
Viele von Ihnen kennen sicher die ehemalige Auslandskorrespondentin Annette Dittert, die uns mit Ihrer erfrischenden Art jahrelang aus London berichtete. In Ihrem im Mai erschienen Buch "Dear Britain" reist Sie durch Großbritannien mit der Frage: Was ist aus dem Land nach dem Brexit geworden?
|
|
Ein persönlicher Blick auf ein Land im Wandel- unterhaltsam, klug und mit viel Gespür für die Menschen.
|
"Dieses fantastische Buch ist ebenso unterhaltsam wie klug. Ein tiefer Blick in die Seele der Briten, geschrieben fast wie ein Roman. Ich konnte nicht aufhörne zu lesen!" U.Wickert
|
Dagegen zieht in Elaine Feeneys neuem Roman "Alles ausser leise" der im Juli erschienen und für den Booker Preis nominiert ist, die Protagonistin aus dem kosmopolitischen London zurück in den rauen Westen Irlands....dorthin, wo Sturm und Stille, Vergangenheit und Neubeginn miteinander verbunden sind.
|
|
Weitergeht die literarische Reise zu den Shetlandinseln, der Heimat des Schriftstellers Malachy Tallack. In seinem Roman "Der Ozean so wild und weit" lässt er im Zauber zwischen Fischerei un Öl, Musik und Sehnsucht aufleben.
|
|
Eine bewegende Geschichte voller Weite und Gefühl
|
"Ein Buch, das klingt wie Schafe im Wind: leises Schmatzen, Sausen im Fell und flauschig- satte Zufriedenheit" V.Weidemann, Die ZEIT
|
|
Wer Lyrik liebt, kennt sicher Marion Poschmann und darf getrost Ihren Roman
|
|
" Die Sonnenposition" in sein Lesegepäck stecken. Sprachlich poetisch und voller Licht erzählt das Buch von Menschen, deren Lebensgeschichten sich in einem Barockschloss kreuzen, in dem eine psychiatrische Klinik untergebracht ist.
|
Dieses Buch darf man erlesen!
|
Gastbeitrag: Jutta Kümmel
|
|
Und was lesen Sie in diesem Sommer?
|
Wir freuen uns über Buchtipps aus dem Mitgliederkreis.
|
|
|
|
|
"Ich glaube jetzt eifriger denn je an die Lehre des wundersamen Arztes, seitdem ich die Wirkung einer allerkleinsten Gabe so lebhaft gefühlt und immer wieder empfinde"
|
|
|
|
|
|
|
|
|